2.1  Der Bund der Militär- und Polizeischützen (BDMP)*:

Der Bund der Militär- und Polizeischützen wurde am 11.August 1979 im Schloss zu Neuhaus/Paderborn gegründet und beim Amtsgericht Paderborn ins Vereinsregister eingetragen.

Als Vorbild für den BDMP diente die britischen Army Rifle Association. Der Mitgliederkreis umfasst die Gruppen der Bundeswehr - Reservisten, der Polizei- und Grenzschutzbeamten sowie der Sportschützen und Schützen von Zoll und Justiz.

Der BDMP siedelte sich mit seinem Schießsportprogramm neben bereits bestehenden Verbänden, vor allen dem Deutschen Schützenbund e.V. (DSB) an und füllte, wie es kontinuierlich steigende Mitgliederzahlen belegen, eine Lücke in den gegebenen Möglichkeiten der Ausübung des Schießsports.

Mit steigenden Mitgliederzahlen bildeten sich innerhalb des BDMP Schießleistungsgruppen als selbständige Unterorganisationen, die in Landesverbänden der jeweiligen Bundesländer zusammengefasst sind und das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland umfassen.

Schieß- und waffenrechtliche Erfahrungen der Sportschützen im BDMP trugen und tragen nicht unerheblich zu Entscheidungshilfen bei Behörden und Herstellerfirmen von Waffen und Zubehör bei, wie auch die fruchtbringende Mitarbeit des BDMP im Forum Waffenrecht (FWR) bei der Einführung des neuen Waffenrechts gezeigt hat.

Mit der Einbringung seiner Kompetenz in das Forum Waffenrecht (FWR)  wurden durch die Mitarbeit des BDMP verschiedene Fehlentscheidungen der Politik vor allem hinsichtlich der nach den Amokläufen von Erfurt 2002 und Winnenden 2008 verschärften Waffengesetzgebung  verhindert bzw. Veränderungen in den einschlägigen Festlegungen erreicht.

Besonderes Anliegen des BDMP ist es, den Schießsport als konzentrationsfördernde Leibesübung vornehmlich bei der Jugend populär zu machen und deren erzieherischen Charakter zu fördern. Der BDMP trägt somit aufgrund seiner internationalen Beziehungen zur grenzübergreifenden Verständigung im Wege des Sports bei.


* Enthält Auszüge aus der Chronik des BDMP in der Sportordnung des BDMP, Paderborn 1998